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Bei einem Taliban-Angriff auf einen Stützpunkt der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) sind am Sonntag mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Zunächst sei die Militärbasis in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad beschossen worden, dann hätten Selbstmordattentäter zwei Bomben gezündet, sagte ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums. Ein Taliban-Sprecher bestätigte die Anschläge.

Die Bundesregierung hat die Weichen für einen Truppenabzug aus Afghanistan gestellt, jetzt muss das Parlament den Plänen noch zustimmen: Bis Anfang 2014 soll die Truppenstärke von derzeit maximal 4900 Soldaten auf 3300 Mann sinken. Das wurde am Mittwoch in Berlin beschlossen. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) lobte das neue Mandat mit den Worten: “Das Ende des Kampfeinsatzes in Afghanistan rückt in greifbare Nähe.”

Die Bundeswehr-Truppe in Afghanistan soll bis Ende Februar 2014 von derzeit 4760 auf 3300 Soldaten verkleinert werden. Das schlugen Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin vor. Das Kabinett soll noch im November darüber entscheiden. Das letzte Wort hat dann der Bundestag. Die Nato will ihren Kampfeinsatz in Afghanistan Ende 2014 nach 13 Jahren beenden.